Das Web sucht den Welpen

Wer suchet der findet!

kurven für intensivstation.……………………. ja. Schreiben wir im Frühdienst.

endgegner level.…………………………………..tägliches Kämpfen mit harten Bandagen.

warum poppt mein welpe mich ständig an..Weiß ich auch nicht.Pubertät, vielleicht?

wie viel ferien hat ein chirurg…………………Ferien gar nicht. Lehrer haben Ferien. Chirurgen haben Urlaub… viel zu wenig.

sexy artz.……………………………………………äh. Sexy Rechtschreibung. Aber danke für das Kompliment!

alleine reanimieren im nachtdienst.………..ist doof.

atropin=supra……………………………………..nein. nein, nein, nochmal nein!

arzt fi*** patientin youtube…………………..äh. nee. besser nicht.

notarztgedict zum lachen………………………Notärzte lachen nie. Schon gar nicht über Gedicte!

reanimation nach thoraxdrainage.………….uh. Hört sich an wie mächtig dumm gelaufen. Häufiger ist Thoraxdrainage nach Reanimation… wer keine Rippen bricht, hat nicht richtig gedrückt, gelle?

rupturiertes baa.………………………………….ist doof. siehe auch hier

mantelpneu.………………………………………..schreit nach Thoraxdrainage. Aber cave: s.o.!

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Zeitfresser

Uh. Heute Spätdienst, gleich morgen Frühdienst… und dann sowas.

Nachdem mein Blutdruck heute Nachmittag mehrfach rasant angestiegen ist aufgrund von diversen Begebenheiten, die ich euch erzähle wenn ein bisschen Gras über die Sache gewachsen ist, hab ich gedacht: in dem Moment, in dem ich in das beste Auto der Welt steige, wird alles gut.

Denkste. Erstmal haben die bösen bösen Buben auf MEINEM HEIMWEG !! eine Blitze in die Baustelle gebaut, in die ich natürlich volle Granate reingefahren bin. Klar. Wer außer mir ist schon nachts um 12 auf dieser Autobahn unterwegs? Niemand. Also: hält man sich bei völlig leerer Straße an die sinnloserweise und aus unklaren Gründen (zwar Baustelle, aber gleichbreite Spuren, und wie gesagt, NACHTS!) gebotenen 60 km/h? Nein.

Los jetzt, Finger hoch! Wer würde noch ein bisschen schneller fahren, um nach einem doofen Dienst und mehreren Überstunden schnell ins Nest zu kommen?

Ende vom Lied, ich bin mit ca. 110 km/h in diese Falle reingeschengelt. Vielleicht (hoffentlich) warens auch nur 100… argh. Wenn ich demnächst Zugfahren muss, muss ich mich glaub ich vorher schon betablockieren, sonst fliegen mir meine Carotiden um die Ohren. Nahverkehrsverbindugen der DB und ich, wir sind keine Freunde. Doppelargh.

Ach, und dann, 500 m Luftlinie von zu Hause, gibts pötzlich ne Schrankenstörung (hah, tolles Teekesselchen übrigens, aber ich meine gerade kein Gehirn, sondern eine Bahnschranke). Die geht nicht mehr auf. Kaka. Steh ich also 10 Minuten vor ner roten Ampel, dann fahr ich 3 (gefühlte 700) Kilometer Umweg.

Gnah. Alles blöd heute. Ich geh besser schnell schlafen, dann kann nichts mehr passieren!

Pflegepraktikum

Neulich erblickte ich im Flur eine aufgeregte Pflegepraktikantin…Ich hatte kurz einige Flashbacks… mein Pflegepraktikum ist zwar gefühlte sieben Millionen Jahre her, aber einige Situationen sind mir doch sehr präsent geblieben.

Ich war klein und hatte keine Ahnung vom wahren Leben, wie auch, war es doch mein erstes Zusammentreffen mit dem Mikrokosmos Krankenhaus. Ich hatte allerdings schon in einem Altenheim ein Praktikum gemacht, so dass ich immerhin wusste, wie man den Schwesternruf ausschaltet, wenn man ein Zimmer betritt, und ich hatte schon diverse bettlägrige Patienten gewaschen.

Ich war aber vor allen Dingen neugierig und aufgeregt und wollte soviel Medizin mitnehmen wie nur irgend möglich. Das wurde mir zum Verhängnis.

Die frustrierten Schwestern in der kleinen Klitsche im Nirgendwo dem Regelversorger einer Kleinstadt hatten schnell raus, dass ich eigentlich mal Arzt werden will und das Pflegepraktikum nur ein notwendiger Zwischenschritt war, und relativ schnell wurde es eine reine Quälerei.

Morgens durfte ich rumgehen und Vitalwerte messen, das hab ich natürlich gerne gemacht. Danach war ich dafür verantwortlich, den Frühstückstisch zu decken und Kaffee zu kochen. Und Brötchen aus der Kantine zu holen. Und die Frühstückseier zu kochen (Einlauf inclusive, wenn das Eigelb auch hart wurde). Selbstredend war beim einstündigen Frühstück ich die einzige, die auf die Klingel reagierte, die Schwestern waren doch sehr mit Rauchen und Tratschen beschäftigt.

Nachdem ich dann den Frühstückstisch abgedeckt und die Spülmaschine angeworfen hatte, hoffte ich immer darauf, einen Blick auf die Ärzte und deren Arbeit zu erhaschen. Am zweiten Tag durfte ich mit zur Visite. Mann war das AUFREGEND!

Am nächsten Tag wollte ich natürlich gerne wieder, aber nein, das ging nicht, ich sollte zunächst mal alle Nachttischchen feucht abwischen. Und danach waren 1000 Krankentransportscheine zu stempeln. Und dann sollte ich bitteaberdalli irgendwelche Papiere ins Sekretariat bringen… and so on. Ich durfte nie wieder mit zur Visite. (Hätte ich gewusst, wie sehr einem Visite später mal zum Hals raushängt, hätte ichs wahrscheinlich nicht so schlimm gefunden)

Wenn ich Trinkgeld von den Patienten zugesteckt bekam, steckte ich es immer treudoof in die Stationskasse, bis selbige unter den Schwestern aufgeteilt wurde. Selbstredend sah ich keinen Cent davon.

Der Dienstplan sah für mich an den Wochenenden ausschließlich SpätFrüh vor.

Als ich fragte, ob ich denn auch mal eine Heparinspritze geben dürfe (die Schwesternschülerinnen machten das dauernd) war die eindeutige Antwort „Hat Dir eigentlich wer ins Hirn geschissen?“. Naja. Fragen darf man ja mal.

Einmal holte ich mit einer Schwester einen Patienten aus dem Aufwachraum, und sie drehte sich plötzlich zu mir um und schrie unvermittelt: „Schlurf nicht so! Kannst Du nichtmal ordentlich laufen?!“

Ich habe wirklich sehr gelitten. Und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich meine Hasskappe auf alle Schwestern dieser Welt wieder absetzen konnte. Gott sei Dank hab ich später im gleichen Haus auf der Nachbarstation Aushilfen gemacht und eine ganz andere Welt, geprägt von gegenseitigem Respekt und Freude bei der Arbeit kennengelernt.

Und mir sind nie wieder so maligne Schwestern untergekommen wie bei meinem Pflegepraktikum. Mittlerweile würde ich da wahrscheinlich auch sehr anders reagieren, aber, wie gesagt, ich war jung, unschuldig und wusste nichts von der Realität. Fast hätten sie mich kaputt gemacht.

Rechenbeispiel

Man nehme eine Intensivstation, deren Herzstück 9 motivierte Assistenzärzte darstellen, welche durch die weise Planung des leitenden Oberarztes in einem sinnigen Dreischichtsystem die Fahne der Maximalversorgermedizin und das medizinische Versorgungsniveau auf der kompetentesten aller Intensivstationen hochhalten.

Man schicke drei von denen gleichzeitig in Urlaub (WER HAT SICH DAS AUSGEDACHT! UND WARUM HAB ICH KEINEN URLAUB??? IMMER NUR DIE ANDEREN, MENNO!!!!).

Von den verbleibenden 6 Assistenten lasse man 2 krank das Bett hüten.

Von den verbleibenden 4 Assistenten lasse man eine so jung und unerfahren hoffnungsfroh sein, dass sie nicht alleingelassen werden kann.

Bleiben?

Richtig. 3. In Worten: Drei.

Für ein Dreischichtsystem. Da kann dann jetzt jeder auch selbst weiterrechnen, wie lang das gutgeht. Und natürlich pünktlich zum Wochenende. Klar, ich spring natürlich gerne ein. Mein viertes Wochenende in Folge, dass ich an meinem wärmenden und lärmenden Lieblingsarbeitsort verbringen durfte. Hurra.

Dafür hab ich heute frei, sozusagen. Ich muss ja erst abends antreten, zum Nachtdienst.

Den ganzen Tag Zeit für mich…

…mir ist langweilig.

Heimwerkerking

Erinnert Ihr euch noch an „Hör mal, wer da hämmert?“ Und Tims großartige Sendung „Tool Time“? Ein Traum. Ich war auf jeden Fall der Heimwerkerking, als ich zum ersten Mal den neuen tollen i.o.-Zugang-Bohrer benutzt habe… bin den ganzen Tag herumgelaufen und hab „Arrrarrarr“ gesagt, Heimwerkerking-mäßig. So lange, bis auf Aussagen meinerseits nur noch mit „Das glaube ich nicht, Tim“ reagiert wurde. Menno, Kollegen! Die waren nur neidisch, weil ich gebohrt hab und die nicht.