Stöckchen zum Jahresrückblick

Geklaut bei Sophie, gesehen bei Hermione… solange das neue Jahr noch so frisch ist, darf man doch auf das alte zurückblicken an einem verkaterten Sonntag-MorgenMittag.

Here we go:

 

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine 9! Viele tolle Sachen gemacht.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. Die Naschibox auf der Intensivstation war allzu verführerisch. Aber alles im Rahmen, wird wieder.

3. Haare länger oder kürzer?
Bisschen länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Luchs- und Adlersichtig. Keine Brille, in keine Richtung. Bam.

5. Mehr Kohle oder weniger?
etwas weniger durch das veränderte Schichtsystem. Auch das wird dieses Jahr wieder besser. Gut, denn das beste Auto der Welt bräuchte zwei bis drei Schönheits-OP´s. Und Sommerreifen. Dieses Auto frisst mir die Haare vom Kopf!

6. Besseren Job oder schlechteren?
Tollsten Job der Welt, neue Facette.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Viel. Aber ALLES nur in Notwendiges investiert. Ohne iPhone z.B. ist man kein richtiger Arzt! 😉

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
äääh… 8 Euro beim Rubbellos. Hab ich in Eis investiert, war im Sommer. War schön.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Keine in der Arbeitszeit. Zwischen den Jahren ein grippaler Infekt (ich sah mich schon in eine xbeliebige Dorfklitischenkrankenhaus-Notaufnahme gehen: „Ja, das tut so weh, wenn ich huste. Und ich hatte Fieber… mindestens 37°! Und ich bin so zittrig und insgesamt irgendwie da stimmt was nicht mit mir. Sehen Sie, jetzt musste ich auchnoch niesen. Und das zieht so in meinem Hals… also richtig WEHTUN jetzt nicht, aber es könnte bald anfangen richtig wehzutun. *röchel* Herrlich!)

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
o.g.

12. Der hirnrissigste Plan?
eine Urlaubsliebe in die Realität retten.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
NEF-(mit)fahren mit Schneeketten bei 50 cm Schnee.

14. Die teuerste Anschaffung?
Mein iPhone. Ich liebe es. Ich liebe liebe liebe es.

15. Das leckerste Essen?
Bratkartoffeln mit Spiegelei. Ich bin sehr einfach glücklich zu machen in dieser Hinsicht.

16. Das beeindruckendste Buch?
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins… endlich mal gelesen. Voll toll!

17. Der ergreifendste Film?
Inception. Hat mich wochenlang beschäftigt.

18. Die beste CD?
Puh. Weiß nicht. Lady Gaga?

19. Das schönste Konzert?
Jan Plewka singt Rio Reiser. Das war toll.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Kollegen in wechselnder Besetzung. Hilft ja nix.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Der Herde.

22. Zum ersten Mal getan?
Ne Steuererklärung. Buäh.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
10 Folgen Scrubs hintereinander geschaut.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die ein oder andere Erfahrung auf der ICU. Sterbende Menschen, die hätten leben sollen.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Meine Tante. Dass ich schon ein erwachsener Mensch bin. Hat nicht geklappt.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ein personalisierter Kalender. Oldschool und mit Herzblut.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der neue Computer! Hübsches Kerlchen, kleines Äpfelchen.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Du bist so wunderschön!

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
In meinem Kopf, zu meiner neuen kleinen Nichte. Einmal gesehen und sofort gewusst ich würde alles für dieses Würmchen tun. Sofort. Brauchte ich aber nicht auszusprechen, hätte sie eh nicht verstanden, da zu klein 😉

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Du bist was Du isst…

Ich muss mal ein paar Wörtchen über den Dioxinskandal verlieren. Geht es denn an, dass man Tiere, die man hinterher selber essen will, mit „Industriefetten“ füttert? Was sind denn bitte überhaupt Industriefette… für mich hört sich das an wie ausrangiertes Schmieröl. Das kriegen die Hühner, die die Eier legen, die die feisten Betrüger dann unters ahnungslose Volk mischen, ja prost. Selbstverarschung in ihrer Vollendung.

Ein Glück ess ich sowieso kein Fleisch und auch nur Bio-Eier, hoffe also, dass die Sache mit dem Luxuskörper dieses Jahr noch klappt und ich nicht über die Dioxingrenze gerate.

Wobei diese Biosache ja auch nicht ganz ohne ist, wenn man mal nachdenkt. Man zahlt unfassbar viel mehr für den „Bio“-Stempel, und dann kommen die Äpfel aber vom anderen Ende der Welt. Nützt jetzt für die Ökobilanz auch nicht so richtig was.

Ich finds schwierig bis unmöglich, sich ganz ohne schlechtes Gewissen zu ernähren. Denn mein nicht vorhandener grüner Daumen und mein Vollzeitjob hindern mich schon a weng daran, mir alles, was ich brauche, selber zu züchten. Genaugenommen überlebt nichtmal mein Basilikum.

Aber frustrierend ist es schon, oder? So ähnlich wie meine Patienten, die ihren Körper jahrzehntelang mit Fastfood, Zigaretten und Alkohol malträtieren und dann sich über den Krebs wundern, den sie irgendwann kriegen.

So. Dieser Artikel klingt, als wäre ich ein Ökofreak-Missionar. Dem ist aber nicht so. Ich bin durchaus kein Kind von Traurigkeit was Junkfood und das ein oder andere gepflegte Bier zu viel angeht, aber ich finde man kommt schon ins Grübeln.

Schmieröl essen. Sind wir denn bekloppt oder was?

Schnarch…

Ich glaub ich krieg eine Addison-Krise!

Zur Begrüßung hab ich die ersten Tage auf der Station und in der Rettungsstelle verbracht:

„Ja, Frau Müller, der Entlassbrief ist gleich fertig“… nur noch Herrn Meier eine neue Viggo legen.

„Also, Herr Schmidt, sie haben G-A-L-L-E-N-S-T-E-I-N-E, und deshalb schneiden wir Ihnen die Gallenblase einfach raus. Zack bum. Haben Sie das verstanden? Bei jeder Operation gibt es die Möglichkeit von Komplikationen. Im schlimmsten Fall sterben Sie. Werden Sie aber nicht. Muss ich nur dazusagen, wie beim Beipackzettel. Wir machen ständig solche OP´s. Standardprogramm.“

„Wie lange haben sie jetzt die Schmerzen im Bein? Seit 3 Wochen? Ah ja, klar der Hausarzt hatte ja auch Weihnachtsferien. Und das die Zehe da so schwarz ist, ist Ihnen das aufgefallen? Mhm, naja, man guckt ja auch nicht so oft auf die Füße, gell… ah ja. Wieviel rauchen Sie am Tag? Und wie lange? Mhm. Ok. Sie müssten hierbleiben. In der Klinik. Vielleicht operieren wir Sie heute noch.“

Schnarch. Mir fehlt das Adrenalin. Wirklich. Aber für morgen stehe ich auf dem OP-Plan. Endlich, Endlich!

Gute Vorsätze für 2011

Hier meine Vorsätze für 2011:

1. mich nicht ärgern über Patienten

2. mich nicht ärgern über Kollegen

3. Durchatmen.

4. nichts mehr prokrastinieren

5. die Snooze-Taste höchstens 2x am Tag drücken

6. nicht mehr so viel Kaffee

7. Alkohol nur noch am Wochenende

8. wieder mehr Sport machen

 

chrrr…. Klassiker. 1 bis 3 lassen sich subsummieren unter „durchatmen und lächeln und innerlich bis 10 zählen“. Vollidioten sind halt überall, und die meisten meinen es nicht so. Die, die es so meinen, sind es nicht wert, sich drüber aufzuregen. Und die anderen können nichts dafür. Deshalb werde ich eine stoische, kompetenzgetränkte Ruhe ausstrahlen. So wird das.

4-8 lassen sich subsummieren unter „mein Leben im Griff haben, klarkommen und ggf. mal erwachsen werden“. Ich freu mich schon, wenn Ende Januar die Steuererklärung fertig ist und ich in meinem Bioessen-verwöhnten, sportgestählten Luxuskörper rumlaufe. Probier ich seit Jahren. Nur heut abend gibts noch einmal Bratkartoffeln und Spiegelei plus 1 Feierabendbierchen mit dem Lieblingskollegen. Wir haben da was zu besprechen.

Was habt ihr euch so vorgenommen für 2011? Das Übliche? Oder was wildes?

 

Ach ja: Regelmäßig(er) bloggen will ich natürlich auch!!

Chirurgie…schön wie nie!

Haha… der Welpe ist back in da Hood… Homezone, quasi. Seit heute bin ich raus aus dem Elfenbeinturm. Ein letzter mittelwilder Nachtdienst um das neue Jahr einzuläuten (das war toll 1.1.11 auf die Transfusionsprotokolle zu schreiben!), ein freies Wochenende und jetzt bin ich wieder Chirurgin. Na, man wird sehen… aber: „ich liebe den Duft von Sterilium am Morgen!“
Ich brauche einen neuen Untertitel für mein Blog.