Nennt mich masochistisch…

… wenn ihr wollt. Ich habe schon wieder meine Blogroll erweitert und bitte schaut zahlreich mal in Richtung Gas-Wasser-Drogen da drüben. Masochistisch weil: Der Gute hat erst 3 Artikel geschrieben, aber schon Chirurgenbashing betrieben. Das nimmt mir ein bisschen überhand hier. Bei der Heldin drüben wird ja auch immer mal wieder gezickt.

Aber, gut, was juckt es die Eiche wenn soll es, wir Chirurgen und die die es mal werden wollen haben ja auch ein dickes Fell. Und den Schlafmedizinern Anästhesisten sehe ich das auch gerne mal nach, schließlich sind es so ein bisschen die Ostfriesen des Krankenhauses. Alle machen sich immer lustig über sie. Und es gibt ungezählte Anästhesistenwitze, wahrscheinlich mehr als über alle anderen Fachbereiche zusammengenommen.

Mein Liebster geht so:

Ein Anästhesist, nach 3 Jahren ohne Urlaub und voller harter Arbeit, hat endlich eine Woche frei bekommen.

Glücklich setzt er sich in den Flieger nach Malle und denkt sich: „Hach, endlich einfach mal Mensch sein. Diese ganze Verantwortung abstreifen, einfach mal ausspannen… herrlich“.

Kaum hat er zu Ende gedacht und das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht, dringt eine hektische Stimme aus dem Bordlautsprecher: „Ist ein Arzt an Bord? Wir brauchen dringend einen Arzt…“

Der Anästhesist denkt sich: „puh… ich werd wohl nicht der einzige Arzt in diesem Flieger sein… das ist mein erster Urlaub seit Ewigkeiten… da wird sich schon wer anders melden…“

Zwei Minuten später wieder eine Durchsage:

„Ist ein Arzt an Bord? Am besten ein Anästhesist? Bitte, wir brauchen DRINGEND einen Anästhesisten!“

Der Anästhesist verkriecht sich tiefer in seinem Sitz und hält sich eine Zeitung vors Gesicht.

Wieder zwei Minuten später kommt eine Stewardess den Gang entlang und fragt jeden einzelnen Passagier: „Entschuldigung, sind sie vielleicht Anästhesist? Sie vielleicht? Wir brauchen dringend einen Anästhesisten…“

Der Anästhesist hält es nicht mehr aus. Er denkt an seinen hippokratischen Eid, strafft die Schultern und steht auf. „Hier, ich bin Anästhesist. Wie kann ich helfen?“

„Ah, Gott sei Dank!“ ruft die Stewardess. „Kommen Sie schnell mit in die erste Klasse!“

Die beiden eilen nach vorne. Dort ist alles ruhig, gedämpfte Lounge-Musik, kein Anzeichen für einen Notfall.

Die Stewardess führt den Anästhesisten zu einem Mann, der in seinem erste-Klasse-Sitz eine Zeitung liest. Dieser blickt auf und sagt:

„Ah! Herr Kollege. Gut dass Sie da sind. Ich bin Chirurg. Wenn Sie mir bitte das Licht einstellen würden?!“

TäTäääää TäTääää TäTäääää

Wie lustig übrigens Anästhesist aussieht, wenn man das so oft schreibt… gnihihi.

Aber, und jetzt ernsthaft: Natürlich könnten wir nicht unseren Job machen wenn die Jungs und Mädels auf der Hirn-Seite der Blut-Hirn-Schranke nicht ihren Job machen würden. Ich mag sie doch auch meistens echt gerne, die Damen und Herren Kollegen mit den Kaffeeflecken auf dem Kasak.

P.S.: Wie gehen eure liebsten Anästhesistenwitze? Wer es nötig hat mag, darf auch Chirurgenwitze posten! Ich bin gespannt!

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31 Gedanken zu „Nennt mich masochistisch…

  1. Am Morgen nach der ersten Nacht.
    Sie: „Was bist Du eigentlich von Beruf?“
    Er: „Anästhesist.“
    Sie: „Dachte ich mir, ich hab´ überhaupt nichts gemerkt“

  2. Der ist wirklich klasse 🙂 Hier mein Lieblingsarztwitz (es kommen alle dran, keine Sorge!):

    Auf dem Boden liegen 100.000 Euro. Drum herum stehen 4 Personen:
    ein guter Gynäkologe, ein schlechter Gynäkologe, ein Radiologe und ein Chirurg.
    Man muss sich nur bücken um das Geld aufzuheben – wer bekommt es?
    .
    .
    .
    .
    Ganz klar: Der schlechte Gynäkologe.
    Warum?
    .
    .
    .

    1. Es gibt keine guten Gynäkologen
    2. Der Chirurg hat die Aufgabe nicht verstanden und
    3, Der Radiologe bückt sich nicht für 100.000 Euro.

  3. Danke für die Blumen, FraunKollegin 🙂
    Aber Chiurgenbashing? Hallo? Da hat eine Quasi-Internistin genäht!
    UND es war kur vor vier, da darf man ja wohl mal ein bisschen drängeln…

    Überhaupt:
    Finden zwei Chirurgen einen toten Anästhesisten im Fahrstuhl.
    Sagt der eine zum anderen: Komm, wir stecken ihm die Hände in die Taschen und sagen, es war ein Arbeitsunfall…

  4. Was ist der Unterschied zwischen einem Urologen und einem Anästhesisten?

    Der Urologe spielt während der OP nicht an seinen eigenen Eiern herum

    Tätäää

  5. Eiiiiinhabbichnoch:

    Die häufigste Todesursache von Anästhesisten?

    Zwischen 16:00 und 16:15 vom Radiologen aufm Klinikparkplatz überfahren werden…

    UND JETZT: Nur keinen Neid 🙂

  6. „Das war knapp“, sagt der Chirurg, als der PJ grad mit Zunähen angefangen hat.
    „Wieso?“ fragt der Anästhesist.
    Der Chirurg darauf: „Nur einen halben Zentimeter weiter, und ich wäre aus meinem Fachgebiet raus gewesen.“

    Oder diese ewigen Frotzeleien über die Fachabteilungen untereinander…
    Die Internisten: Wissen einfach alles, aber operieren können sie nicht.
    Die Chirurgen: Operieren sicher ganz prima, nur muss man ihnen haarklein erklären, was.
    Pathologen: Sind wahre Virtuosen mit dem Skalpell, diagnostizieren einfach alles- nur leider zu spät.
    Und die Gynäkologen: Sind jenseits 30cm des Beckens hilflos wie ein Baby, operieren können sie auch nicht- aber man hat gehört, dass sie notfalls ne halbe Wohnung durch den Briefschlitz tapezieren können.

    (so, hoffentlich muss ich jetzt in absehbarer Zeit nicht in die Klinik zur Behandlung…)

  7. Treffen sich ein paar Haie im Ozean und unterhalten sich.
    Sagt der erste: „Mir geht‘s gar nicht so gut. Ich hab vor drei Tagen einen Kardiologen gefressen und ich hab immer noch Rhythmusstörungen.“
    Antwortet der zweite: „Das ist doch gar nichts. Ich hab vor einer Woche einen Anästhesisten gefressen. Man, ich bin immer noch total breit und schlaf dauernd beim schwimmen ein.“
    Antwortet der dritte: „Stellt euch nicht so an. Ich habe letzte Woche aus Versehen einen Psychiater verschluckt. Seitdem entschuldige mich bei jedem Fisch, den ich erschrecke.“
    „Pah, ihr Angeber!“ sagt der vierte. „Ich hab neulich einen Chirurgen gefressen. Der war so hohl, ich konnte drei Wochen nicht mehr tauchen.“

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