Pro Tips – heute für Passanten

Ganz ernst gemeint:

Wenn Sie jemanden auf dem Boden liegend vorfinden, der sich nicht rührt, nicht atmet, auf Ansprache und Rütteln nicht reagiert und vielleicht auch noch blau angelaufen ist im Gesicht:

112 anrufen, den Betroffenen auf den Rücken drehen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Der Rhythmus sollte sein: 30 Herzdruckmassagen (einfach mittig auf dem Brustkorb, Frequenz ca. 100/min – singen Sie im Kopf einfach „Staying alive“ und drücken Sie im Takt) und dann 2 Beatmungen. Wenn Sie sich die Beatmungen nicht zutrauen oder sich davor ekeln, egal, dann drücken Sie einfach durch bis der Rettungsdienst da ist. Sie können nichts kaputt machen, was im Zweifelsfall nicht schon kaputt ist. Sollte der Patient doch nicht reanimationspflichtig sein, wird er sich schon wehren.

 

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23 Gedanken zu „Pro Tips – heute für Passanten

  1. Jetzt hab ich mir das Video angeschaut… und nun einen Ohrwurm. Sollte also jemals jemand vor haben vor meinen Augen eine Reanimation zu benötigen… so wäre heute der sinnvollste Tag… noch hab ich den Takt…

  2. Alternativ für Zyniker und Queen-Fans: „Anotherone bites the Dust“.
    Ich hab beim letzten EH-Kurs „Yellow Submarine“ empfohlen bekommen – geht auch sehr gut!

    Frohes Reanimieren!

  3. Etwas zu schnell (so 110-120bpm), da man aber dazu tendiert eher zu langsam zu drücken passend und vor allem auch inhaltlich großartig mit der Situation in Bezug zu bringen: Highway to hell.
    Läuft.

  4. Wahre Worte und man kann es einfach nicht oft genug wiederholen!! Find ich super, dass du das hier verbloggst.
    Ich hab mal in einem 1.Hilfe-Kurs gelernt, dass es manches Mal schon ausreichend ist (klar, jetzt nicht bei einem Reanimationspflichtigen), den Kopf zu überstrecken, um die Luftwege frei zu legen – für den Fall (wurde als real erlebtes Beispiel dort angeführt), dass sich die Person an irgendwas verschluckt hat.

    Und vielleicht noch nen Tipp für diejenigen, die ohnehin sämtliches Geklüngel am Schlüsselbund oder in der Handtasche haben – es gibt (keine Ahnung von welchem Hersteller) kleine Beatmungs“masken“ – sind wirklich klein quadratisch verpackt und würden im Falle des Falles das Gesicht des Verletzten abdecken 😉

    Liebe Grüße,
    Conny

  5. Ich hab da auch noch was zum Mitsingen: Freude schöner Götterfunken!
    Sollte aber auch besser nur im Kopf gesungen werden, das könnte sonst zu komischen Blicken der Angehörigen führen!
    Vielen Dank für den netten Blog, lese hier gerne und schon ziemlich lange mit. Als „alte“ Chirurgieschwester die es in die Gyn verschlagen hat immer wieder schön…

  6. also beim EH Kurs meinte der Leiter, ich sei zu schnell. gnrf.
    Ich kann mir ja nen Metronom in die Tasche packen. Ne Witz.
    Aber wie ich mich kenne, wundern sich dann die Umstehenden warum ich grinse (mit der Melodie in Gedanken)

  7. Tipp: vorher ein Brustbeinreiberl machen: mit den Fingerknöcheln feste überdas Brustbein/Rippen reiben – da merkt man schnell, ob die Person sich nur einen Rausch aussschläft der Herzstillstand hat.
    Beim Rausch ausschlafen wäre die ambitionierte Herzmassage nicht so vorteilhaft.

    UND: Ellbogen durchgedrückt halten, sonst wir das gar nichts.

  8. Dein Blog gefällt mir echt gut, kann gar nicht aufhören zu lesen (und, äh, auch meinen Senf dazu zugeben).
    Werde das Lied bei der nächsten Reanimationsschulung vorschlagen.

    Wegen dem ersten Absatz, ich habe es schon erlebt, daß auf einer vielbefahrenen Hauptstraße, während der Stoßzeit, jemand an einer Bushaltestelle lag, wo es mehr als ersichtlich war, daß er kein Päuschen macht. Es hat NIEMAND anghalten. KEINER. Ich war mit dem Rad unterwegs und hab den Mann von weitem da liegen gesehen, so schnell war ich vorher noch nie geradelt. Angesprochen (angebrüllt würde es besser treffen) ob eben zu gucken ob er ansprechbar ist, war er zum Glück, irgendwie…. JETZT hielten auch tatsächlich Autos an… es hat KEINER 112 gerufen… Beim sprechen mit dem Mann hab ich dann 112 gerufen, GsD kam noch ein Polizeiwagen, die sich dann auch gekümmert haben.
    Ich war sooooo sauer an dem Tag, hier kann man auf offener Straße verrecken und keinen juckts.

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