Kleinigkeiten zum Gutsein…

… werte Leserinnen und Leser, darf ich eure Aufmerksamkeit mal kurz auf die Sidebar lenken: Da seht ihr, mein Blog ist CO2-neutral.
Weil nämlich die wunderbaren Menschen von dieser Homepage hier einen Baum pflanzen und dadurch die durch den Traffic auf dieser Seite erzeugten CO2-Emissionen ausgleichen. Ist das nicht schön? Könnt ihr das auch bitte alle machen?

Außerdem habe ich meine Standard-Suchmaschine umgeändert. Jetzt sucht für mich Ecosia, die grüne Suchmaschine. Googlen Ecosien für den Regenwald. Oder so.

Jetzt fühle ich mich gut.

Und müde.

Gerade hängt es wieder ein wenig mit der Bloggerei. Ich habe da immer so Phasen. Manchmal passieren im echten Leben auf einmal so viele Dinge, die man erstmal ordnen und sortieren muss.

Aber bald gibt es sicher wieder Geschichten aus der Chirurgie und vom Notarztfahren. Und vom Chirurgenkongress und der Hauptstadt und der ersten Begegnung meines Streberkollegen mit einer ordentlichen Cocktailbar… wobei… what happens in Berlin stays in Berlin, oder? Aber lustig wars.

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19 Gedanken zu „Kleinigkeiten zum Gutsein…

  1. ach ist das toll 😀
    und ich habe daran gedacht, ein paar Kräuterlein anzupflanzen – zählt das auch schon?
    steht nicht irgendwo im „Buch der Bücher“ etwas vom guten Willen, der wie die Tat zahlt? 😉

  2. Also ich habe mich mit Ecosia in letzter Zeit nicht mehr beschäftigt, aber zumindest in der Gründungszeit war das mehr Augenwischerei als echter Umweltschutz. Beispielsweise wird / wurde der Suchindex von Yahoo benutzt und deren Server crawlen das Web eben nicht mit Öktostrom. Wenn Ecosia also die CO2 Emissionen der Suche ausgleicht, dann wird nur ein Bruchteil der wirklich angefallenen Emissionen erfasst und „beglichen“. Das ist also vielleicht eine gute Idee, aber die Umsetzung ist genauso fragwürdig wie die von Blackle für Google.

    Wenn wir schon über die Umweltfolgen von unserer Informationsgesellschaft reden, sollten wir neben dem Stromverbrauch unbedingt auch den Ressourcenverbrauch für unsere Endgeräte bedenken. Unsere Vorlieben für das immer neueste Smartphone, Tablet, Laptop, Plasma-TV usw. sind in der Hinsicht nämlich viel folgenreicher als die Frage welche Suchmaschine wir benutzen. Die Zustände beim Coltan-Abbau im Kongo waren ja schon etwas prominenter als Beispiel in den Medien, aber eigentlich kann man das Geschäftsgebaren von Firmen wie Glencore International oder Quantum Minerals als Ganzes zur bedenklich finden. Bei vielen chinesischen Rohstofffirmen, über deren Beteiligungen und Arbeitsmethoden noch weniger bekannt ist, dürfte es nicht besser zugehen.

    • Da hast Du sicherlich recht. Trotzdem nützt dieser „ich kann eh nichts machen weil es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist“ – Gedanke mit der Folge, einfach alles zu lassen wie es ist, am Ende auch nix. Einfach mal irgendwo anfangen!

      • Du hast sicherlich Recht, dass jeder einen Schritt machen muss aber es fällt, angesichts der kursierenden Unwahrheiten (und Verars****gen), die von Politik und Wirtschaft verbreitet werden, schon schwer, einen Weg zu finden, zu dem man selbst (subjektiv) stehen kann und der auch noch (objektiv) sinnvoll, weil z.B. organisiert, ist.
        Das gleicht dem Lösen des Gordischen Knotens (und dabei hilft die Radikalmethode des ollen Alex‘ auch nicht wirklich).
        Andererseits gilt das Kästner-Wort: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

    • Wenn ich es richtig sehe, greift Ecosia inzwischen auf Bing zu. Jedenfalls stimmen die Suchergebnisse auffallend überein. Schade, denn selbst wenn 80 % gespendet werden, erzeugt Ecosia auf diese Weise doch bloß unter dem Deckmäntelchen Umweltschutz billig 20 % Gewinn.

  3. Das mit dem CO2-neutralem Blog ist doch auch nur was für’s gute Gewissen. Da wird für jeden, der sich meldet ein Baumsetzling gepflanzt und hochgerechnet, daß der dann über seine Lebenszeit für den CO2-Ausgleich sorgt. Nur: längst nicht aus jedem Setzling wird ein Baum. (Je nach Art der Pflanzaktion sogar nur aus relativ wenigen). Und längst nicht jeder Baum lebt die über die veranschlagte Zeitspanne. Is also nix mit CO2-neutral.
    Was ich auch sehr komisch finde: die Pflanzen ja nicht selbst, sondern lassen pflanzen, gönnen ihrem „Partner“ aber nicht mal einen Link. Weil man dann sehen könnte, daß man selbst sehr leicht auch viel mehr machen könnte? Daß man eigentlich nur dafür sorgt, daß die in der dortigen Rangliste aufsteigen?
    Um wirklich umweltfreundlich und CO2-sparend zu handeln ist schon deutlich mehr Überlegung und Tun erforderlich als so einfaches Eintragen auf einer Webseite. Und da halte ich solche Aktionen auch eher für hinderlich: Sie bewirken fast nichts (die Fläche wäre eh aufgeforstet worden), sorgen aber, daß man sich intensiver mit dem Thema befaßt – schließlich hat man ja schon fast getan.

  4. Küchenkräuter hab ich schon, jetzt musste ich doch den Button einbauen… offenbar inspirierst du zum Gutsein^^. Vielleicht sollten sie dir einen extra-Baum pflanzen?

  5. Pingback: Vielleicht wird´s ein Apfelbäumchen « Fingerkuppenweitspucken

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