I had a dream last night…

… und als ich aufgewacht bin, war sie immer noch da, meine bekloppte Idee:

In nicht mehr allzulanger Zeit (na gut, noch 2 Jahre, aber was ist das schon) wird der Chirurgenwelpe ein ausgewachsener Chirurg sein. Keine Ahnung, wie es dann weitergeht. Bis gestern. Da hab ich mir folgendes überlegt:

Die noch druckfrische Facharzturkunde wird erstmal in eine Schublade gepackt. Der Welpe packt auch ein paar Sachen, schnappt sich sein Around-the-World-Ticket und fährt los. Zu Freunden in aller Welt. Schaut sich Notaufnahmen an und OPs überall, von Alaska über Asien bis Feuerland. Von medizinischer Grundversorgung im Himalaya bis zum Schockraummanagement in Chicago. Die Flying Doctors in Australien und ein Mercy Ship vor Afrika. Ein MVZ in Castrop-Rauxel und eine Buschklinik in Namibia. Höhenmedizin auf Alpentouren und Tauchmedizin in der Karibik. Überall ein bisschen mitspielen und ganz viel lernen.

Und selbstverständlich wird darüber gebloggt. Nicht täglich (ihr kennt das), aber doch immer wieder.

Ein Jahr lang um die Welt und die verschiedenen Facetten der Notfallmedizin und Chirurgie kennenlernen und davon erzählen.

Was ich brauche:

Geld – spar ich.

Freunde in aller Welt – hat man für sowas nicht Twitter? Und euch? Und eure Freunde? Wo muss ich unbedingt hin?

einen ordentlichen Plan – muss ich machen.

Ich schlaf noch ein paar mal über diesen Gedanken. Aber vielleicht taucht bald neben der „About“-Seite noch eine „Bekloppter-Plan“-Seite auf. Dann könnt ihr zuschauen, wie aus der bekloppten Idee ein Plan und dann irgendwann Realität wird – vielleicht.

Jetzt mal im Ernst: Was haltet ihr davon?

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49 Gedanken zu „I had a dream last night…

  1. Absolut guter Plan, würde ich sagen! Erweitert den medizinischen, kulturellen und sozialen Horizont, und macht außerdem riesen Spaß! Einzig ob die Planung während der Facharztausbildungsendphase realistisch ist, vermag ich als Nicht-Mediziner nicht zu beurteilen. Auf alle Fälle erstmal weiterträumen und planen, verwerfen kann man immer noch…

  2. Ich find sowas grundsätzlich super! Super irre, also positiv gesehen 😉
    Kann man so einfach bei „travel & work“ in anderer Länder OPs reinschauen? Wenn ja, machen, definitiv machen! Da wirst Du Erfahrungen machen und Erinnerungen haben, die kann Dir keiner mehr nehmen und Du hast schon ordentlich viel Erzählstoff für die Enkelkinderchen *g*.

  3. Unbedingt machen! Später machst Du’s doch nicht.

    Sponsoring? Buchplan? Couchsurfing? Ärzteforen international?

    🙂 Ich fahre auch 2014 los: Sabbatjahr, für das ich dann 4 Jahre angespart habe. Es geht nach Ladakh, Thailand/Laos/…, Neuseeland, Kanarische Inseln und Island – 2x mit Motorrad, 1x mit Fahrrad, 1x mit Auto.

  4. Klingt klasse! Aber ob realisierbar in einem Jahr?
    Die Deutschen sind ja für ihre liebe zur Bürokratie bekannt, aber vllt nicht als Einzige. Gerade bei den USA könnte ich es mir schwierig vorstellen, die brauchen/wollen doch alle möglichen Scheine.
    Wenn es klappt, dann würd ich denken, dass es eher 3-5 Jahre werden könnten.
    Und auf jeden Fall verfolgens-/erzählenswert ^^ 🙂

    Viele Grüße

  5. In Südamerika hätte ich Kontakte, wenn du Näheres willst, nur per Mail unter frauvivaldiÄTgmxPUNKTde .. Mir fehlt ein Punkt zum Abstimmen, da müsste noch stehen „Absolute Super-Spitzenidee, da geht nichts drüber“.

  6. *clap clap*

    Supergeile Schnapsidee, aufjedenfall machen! Und das mein ich nicht ironisch. Aber im Ernst mal, so eine Schnapsidee ist das gar nicht. Geld ist wahrscheinlich das Hauptproblem – Leute lernt man überall kennen und als ChirurgIn kannst du eh überall arbeiten.

    Ich bin aufjedenfall stark dafür, werde aufmerksam deine Seite weiter mitverfolgen und biete dir auch (m)einen Kontakt in Wien an 😉 (Ist zwar nicht so exotisch wie Südamerika oder so, aber immerhin…)

  7. Gute Idee! Als ärztliche Handwerkerin lohnt es sich sicher auf die Walz zu gehen. War ja nicht um sonst mal eine gute Tradition.
    Ich weiß von vielen großen Kliniken, die Modelle für Aussteigerjahre anbieten. Z.B. ein Jahr voll arbeiten bei halbem Gehalt, danach ein Jahr frei mit Weiterzahlung der anderen Hälfte. Das ist schon klasse. Mach es! Banale Gründe dagegen finden sich immer.

    Ich hatte heute Nacht übrigens auch einen medizinischen Zukunftstraum. Wird aber noch nicht verraten…

  8. Unbedingt machen! So eine Chance bekommt man später bestimmt nicht nochmal, wenn der Arbeitsalltag einsetzt oder man eine eigene Familie hat.

    Wenn’s klappt, freue ich mich schon auf deine Berichte. 😉

  9. Und wenn Du dann alles geplant hast und kurz vor Deinem Abschied stehst, wird dieser sensationelle Typ auf Deine Station versetzt, mit den unglaublich allerblausten Augen, der Dich immer einen Augenblick zu lange anschaut und Dir dann sein bezauberndes Grübchenlächeln schenkt. du erfährst, er ist solo und etwas schüchtern und Du möchtest um alles in der Welt herausfinden, wie die Geschichte mit Euch weitergeht. Nur leider, leider ist da dieses nicht umbuchbare, non-refundable Ticket, auf das Du so lange gespart hast, ans andere Ende der Welt…

  10. Das ist eine tolle Idee, und wenn nicht nach der Facharzt ausbildung, wann dann? Klasse! Ich kann es nicht erwarten, dass es losgeht und ich all die tollen Stories lesen kann.
    Bei A City Girl habe ich es auch schon versucht, jetzt noch mal – Du musst unbedingt nach Neuseeland. Ich habe nie einen tolleren Menschenschlag kennengelernt als dort 😀

  11. Das ist eine klasse Idee. Nicht nur, weil man dann hier bestimmt noch mehr interessante Dinge lesen können wird, sondern weil du wahrscheinlich „überlaufen“ wirst vor Erfahrungen. Und dann mit Sicherheit noch ein Jahr brauchst, um das zu verdauen. Und ein Jahr später wieder auf – kürzere – Tour gehst.

    Alles in allem wird es bestimmt sehr interessant 😉

  12. Australien und Neuseeland auf JEDEN Fall! Leider habe ich keine Kontakte dazu, aber das sollte man auf jeden Fall gesehen haben.
    Falls Dich das interessiert: In der Türkei gibt es etwas, das sich Altorientalische Musiktherapie nennt, das wird an der Uni in Istanbul ausprobiert. Wenn Du magst, kann ich den Kontakt herstellen.

  13. Eine Freundin (Päd-Assi) von mir hat dieses Jahr 3 Monate auf den Philippinen gearbeitet und war schwer begeistert. Falls Interesse besteht, könnte ich ja mal weiterleiten. Sie war auch für eine Famulatur in Uganda und hat auch dort noch Kontakte!

  14. Hm – also, weisst du….

    …bis auf die Nummer mit “ MVZ in Castrop-Rauxel“ finde ich es eine ABSOLUT GROSSARTIGE Idee!!! *ThumbsUp*
    Auf alle Fälle machen! Warum sollte es auch nicht gehen? Alles geht! 🙂

  15. Moin,

    unbedingt machen. Gerade in so einer Umbruchphase oder wenn ohnehin ein neuer Schritt ansteht lassen sich solche großen Projekte am besten umsetzen. Wenn du dann mal ein paar Jahre eingefahren in einem Job bist, geht man dann doch nicht mehr so konsequent voran weil der Haufen mit Argumenten gegen ein Jahr Auszeit einfach immer größer wird.

    Drücke die Daumen dass es klappt!

    Gruß
    derTraurige

  16. Coole Idee….
    Mach‘ aber nicht den Fehler, den ich gemacht habe: Mit Ehefrau und Zwillingen wurde aus meinem Plan leider nichts…

  17. Pingback: Chirurgenwelpes Reiseblog « Wanderjahre einer Schneiderin

  18. Pingback: Kurzes Update | Lehrjahre einer Schneiderin

  19. Da fällt mir spontan ein: Die Tocher meiner ehemaligen Englischlehrerin ist Ärztin in New York. Irgendwo muss ich noch deren Nummer haben. Also von der Lehrerin, nicht von der Tochter. Aber vielleicht bekomme ich sie!

  20. Als Apothekerin kann ich dazu nur folgendes beisteuern:
    Wir müssen nach dem Studium 1 Jahr Praktikum machen, davon kann ein halbes Jahr im Ausland stattfinden – unter Aufsicht eines hochschulausgebildeten Apothekers in apothekerspezifischen Bereichen.
    Ich hab mich dann nach La Réunion im indischen Ozean begeben – das war mit der Anerkennung durch das Prüfungsamt einfacher, da EU. Habe dann dort in der Apo eines KHs gearbeitet.
    Es war bürokratietechnisch nicht ganz einfach – Frankreich ist mindestens genauso zeugnis/papier/bescheinigungswütig wie BRD, habe auch z.B. eine Ärztin getroffen, die mehrere Ordner dick Papier bringen mußte – aber für mich als Person sehr interessant.
    Habe sehr viel gelernt und vieles aus anderen Perspektiven gesehen.

    Von daher: Laß Dir alle Papiere beglaubigt übersetzten, mal zumindest in Englisch und evtl Französisch falls Du in franz. Gebiete willst (ja, kostet, lohnt sich aber!)

    UND LOOOOOOOS! Viel Spass!

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