Du bist was Du isst…

Ich muss mal ein paar Wörtchen über den Dioxinskandal verlieren. Geht es denn an, dass man Tiere, die man hinterher selber essen will, mit „Industriefetten“ füttert? Was sind denn bitte überhaupt Industriefette… für mich hört sich das an wie ausrangiertes Schmieröl. Das kriegen die Hühner, die die Eier legen, die die feisten Betrüger dann unters ahnungslose Volk mischen, ja prost. Selbstverarschung in ihrer Vollendung.

Ein Glück ess ich sowieso kein Fleisch und auch nur Bio-Eier, hoffe also, dass die Sache mit dem Luxuskörper dieses Jahr noch klappt und ich nicht über die Dioxingrenze gerate.

Wobei diese Biosache ja auch nicht ganz ohne ist, wenn man mal nachdenkt. Man zahlt unfassbar viel mehr für den „Bio“-Stempel, und dann kommen die Äpfel aber vom anderen Ende der Welt. Nützt jetzt für die Ökobilanz auch nicht so richtig was.

Ich finds schwierig bis unmöglich, sich ganz ohne schlechtes Gewissen zu ernähren. Denn mein nicht vorhandener grüner Daumen und mein Vollzeitjob hindern mich schon a weng daran, mir alles, was ich brauche, selber zu züchten. Genaugenommen überlebt nichtmal mein Basilikum.

Aber frustrierend ist es schon, oder? So ähnlich wie meine Patienten, die ihren Körper jahrzehntelang mit Fastfood, Zigaretten und Alkohol malträtieren und dann sich über den Krebs wundern, den sie irgendwann kriegen.

So. Dieser Artikel klingt, als wäre ich ein Ökofreak-Missionar. Dem ist aber nicht so. Ich bin durchaus kein Kind von Traurigkeit was Junkfood und das ein oder andere gepflegte Bier zu viel angeht, aber ich finde man kommt schon ins Grübeln.

Schmieröl essen. Sind wir denn bekloppt oder was?

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