Ich und mein Auto…

Wäre mein Auto mein Kind und wir Kinderdoks Kundschaft, so würde er nach der Aktion heute sicherlich in einem seiner nächsten Bloggereien über mich herziehen… die Sache ist nämlich die:

Heute ist mir aufgefallen, dass mein Auto tropft. Hinter der linken Vorderpfote dem linken Vorderreifen kommt was raus. Flüssig. Nicht viel, riecht nicht nach Benzin, aber es tropft. Ich natürlich sofort maximal besorgt. Argh. Auto krank. Argh. Also bei Werkstatt angerufen, Problem geschildert. Die so: „Wir stellen keine Diagnosen über das Telefon.“ Ich so: „kommt mir bekannt vor, dann komm ich wohl vorbei.“ Die so: „Die Ambulanz Die Werkstatt ist aber ganz schön voll.“

Naja, nützt nix, muss trotzdem. Ich also hingefahren, Problem geschildert. „Bei der Gelegenheit, könnten Sie vielleicht auch noch eben die Inspektion machen und die Reifen wechseln? Müssten ja doch auch wieder Sommerreifen drauf!“ Der Werkstattfritze sucht offensichtlich nach einer mobilen Tischkante, um drauf zu beissen, besinnt sich aber eines Besseren und nickt schließlich mit zusammengebissenen Zähnen. „Ich hol den Kleinen morgen ab, ja? Passen Sie mir gut drauf auf!“ Der Werkstattfuzzi möchte mir wehtun, denke ich. Ich gehe daher besser. Ein Glück habe ich nicht auch das Fahrrad zwecks Check-Up mitgenommen. Wäre wahrscheinlich nicht so gut angekommen. Jetzt bin ich autolos. Und mach mir Sorgen um meinen kleinen Racker. Naja, wird schon werden….

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Wie war Dein Tag?

Mittel. Mir ist einer kaputt gegangen. Ich nippe an meinem Bier.

Mh. Scheiße.

Meine private Balint-Gruppe in Form bester Freunde und ehemaliger Lern-Leidensgefährten braucht nicht mehr zu wissen. Sie verstehen schon. Dass wir heute den ganzen Tag einem Schaukampf gewidmet haben, den wir nicht gewinnen können. Abgekartertes Spiel, wir wissen doch alle wer am Ende Sieger bleibt. Trotzdem Konserven gegeben haben, nur um zuzuschauen, wie das Blut aus sämtlichen natürlichen und iatrogenen Körperöffnungen wieder hinaussickert. Intubiert haben, beatmet haben, dilettantisch die Funktion des nicht mehr pumpen wollenden Herzens übernommen haben. Supra. Supra. Noch mehr Supra. Atropin. Supra. Dialyse. Mehr Supra. BGA! Konserve! Supra. NaBic! Supra. Supra. Wer pumpt? Echo! Schrittmacher! Schleuse in die Subclavia. Supra. Supra.

Wir haben den Kampf verloren. Um einen Vater. Um einen Ehemann, der von seiner Frau geliebt wurde. Um einen Sohn, dessen Eltern es nicht fassen können. Um einen Menschen, der noch die Hälfte seines Lebens vor sich hätte haben sollen. Der noch reisen wollte, der noch das Haus abbezahlen muss. Dessen Kinder noch zur Schule gehen. Halbwaisen jetzt.

Mitheulen können hätte ich. Aber es hilft ja nix. Da sind noch 15 andere. Nur nicht in der Blutlache ausrutschen. Ihr drückt noch? Ich bin gleich wieder da.

Mittel war mein Tag. Mir ist der Fünfer kaputt gegangen.